Themenfeld:

Praxisfeld

Rahmenbedingungen für Kulturelle Bildung wie z.B. Politik- und Förderkonzepte oder Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Qualifizierungs- und Berufsfelddiskurse, Reflexionen über Strukturen und Organisationsentwicklungsprozesse, Bedarfe spezifischer Gruppen von Adressat*innen sowie die Praxis Kultureller Bildung in Kontexten wie Schule, Freiwilligendiensten, sozialer Arbeit, politischer Jugendbildung u.v.m. sind Gegenstand der Fachartikel in diesem Themenfeld.

221 Beiträge im Themenfeld

Von Birgit Mandel (2018)

Kulturvermittlung in klassischen Kultureinrichtungen: Ambivalenzen, Widersprüche und Impulse für Veränderungen

Kritisch hinterfragt werden bisherige Handlungsstrategien institutioneller Kulturvermittlung. Der Preis „ZukunftsGut“ dient als Beispiel, um Qualitätsdimensionen für Kulturvermittlung in einer diversen Gesellschaft zu erörtern.

Von Thomas Röbke (2018)

Bürgerschaftliches Engagement und Soziokultur. Viele Gemeinsamkeiten, wenig Gemeinsames?

Aus der Analyse Neuer Kulturpolitik und Engagementpolitik fragt der Autor nach „Familienähnlichkeiten“ der Felder (Sozio-)Kultur und Bürgerschaftlichem Engagement. Deutlich werden viele Konvergenzen und mögliche Synergien, aber auch Divergenzen.

Von Lars Oberhaus, Ragnhild Eller (2018)

„Verschleierte Blicke durch rosarote Brillen" - Berufsbezogene Rollenzuschreibungen in einer Weiterqualifizierung zur transprofessionellen Zusammenarbeit von MusikerInnen und ErzieherInnen-Tandems in der Kita

Im Rahmen einer Weiterbildung haben MusikerInnen mit ErzieherInnen in Tandems zusammen gearbeitet, um das Musikangebot in der Kita zu verbessern. Der Beitrag thematisiert den Stellenwert frühkindlicher musikalischer Bildung und reflektiert auf Grundlage der Evaluationsergebnisse, wie sich stereotype berufliche Zuschreibungen überwinden lassen.

Von Mechthild Bereswill (2018)

Blick_Wechsel: Ein Kommentar zur Tagung „Perspektiven auf Aus- und Weiterbildung“ aus einem soziologischen Blickwinkel

Als Soziologin habe ich die 8. Tagung des Netzwerks „Forschung Kulturelle Bildung" beobachtet und beim Abschlussplenum nachfolgenden Beitrag vorgetragen, welcher drei Aspekte hervorhebt: Professionalisierung und Heterogenität; kritische Reflexion; Theorie–Forschung-Praxis.

Von Siglinde Lang (2018)

Raum im Raum schaffen. Kunst, Ortsspezifität und Teilhabe als Ingredienzen kultureller Entwicklungsprozesse

Ländliche Kunst- und Kulturinitiativen leisten kulturelle Nahversorgung, bieten Raum für experimentelle Impulse und Engagement. Dennoch wird Kunst in ruralen Regionen als `provinziell´ belächelt und abgetan. Der Beitrag widerspricht dieser Haltung und verweist auf jenes Potenzial, das kontext- und lokalspezifische Kulturarbeit auszeichnet: Eine Kultur von allen für alle zu schaffen.

Von Ulaş Aktaş, Leila Haghighat, Nina Simon, Timm Stafe (2018)

Postkoloniale Perspektiven auf Fort- und Weiterbildung in der Kulturellen Bildung. Hegemonie(selbst)kritik als ästhetisches Prinzip

Selbst wenn klar ist, dass über Fort- und Weiterbildungen kaum etwas an den bestehenden Diskriminierungsverhältnissen in Bildungseinrichtungen verändert werden kann, so sollten im pädagogischen Feld doch stärker diskriminierungstheoretische und postkoloniale Analyseperspektiven reflektiert werden, um vorherrschenden Handlungslogiken aufbrechen.

Von Lorenz Overbeck (2018)

Zur Bedeutung des vereinsgetragenen Amateurmusizierens in ländlichen Räumen

Insbesondere in ländlichen Räumen ist das vereinsgetragene Amateurmusizieren sowohl in großer Zahl als auch in großer Vielfalt vertreten. Ca. 14 Mio. Menschen in Deutschland musizieren in ihrer Freizeit – ein Großteil davon in ehrenamtlich getragenen Strukturen in Dörfern und Kleinstädten. Der Beitrag untersucht die Bedeutung des vereinsgetragenen Amateurmusizierens in ländlichen Räumen. Nach einer allgemeinen Einführung zum Amateurmusizieren und seinem Einfluss auf das ländliche Kulturleben, werden relevante kulturpädagogische und -politische Strategien musikalischer Dachverbände im Umgang mit dem demografischen Wandel erörtert: Förderung der musikalischen Teilhabe älterer Menschen, Vernetzung in lokalen Bildungslandschaften, Stärkung der außerschulischen musikalische Jugendbildung durch spartenübergreifendes Denken und Zusammenarbeit in kommunale Bildungslandschaften, konsequente Umsetzung von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“. Abschließend werden Perspektiven der Förderung des Engagements in der Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände beschrieben.

Von Norbert Sievers (2018)

Kulturpolitik für ländliche Räume

Offensichtlich gibt es ein neues Interesse an Kultur und Kultureller Bildung in ländlichen Räumen. Sowohl der Bund als auch etliche Länder widmen sich in ihren Koalitionsvereinbarungen und mit konkreten Förderprogrammen diesem Thema. Vor allem die strukturschwachen und ‚abgehängten‘ Regionen stehen dabei im Fokus. Um welche Strukturschwächen geht es dabei und was könnten sinnvolle Bausteine für eine konzeptbasierte Strategie in den so etikettierten Gegenden sein? Der folgende Beitrag widmet sich diesen Fragen und formuliert einige Vorschläge sowie kritische Nachfragen.

Von Birgit Wolf (2018)

Vier Flächenländer im Blick: Strategien und Programme zu Kultur und Bildung

Auf den Ebenen von Bund und Ländern existieren eine Vielzahl von Fördermöglichkeiten für Kultur und Bildung mit jeweils spezifischen Zielsetzungen. Dieser Beitrag wirft einen aktuellen Blick auf vier Bundesländer und deren Strategien, geförderte Strukturen, Netzwerke der ehren- und hauptamtlichen Akteure, auf Erfolge und Hürden. Aufgezeigt werden beispielhaft (Modell)Programme der Kulturellen Bildung in ländlichen Räumen aus vier Flächenländern: Brandenburg, Hessen, Niedersachsen und Sachsen. Trotz der spezifischen Zuschnitte eint diese Programme die interdisziplinären und intergenerativen Ansätze ebenso wie gemeinsame Strategien zwischen Bewahren und Erneuern sowie der Stärkung der Akteure vor Ort durch Beratung, Vernetzung und Qualifizierung. Doch reicht dies, um die Unterschiede zwischen Stadt und Land auszugleichen?

Von Kenneth Anders (2018)

Es geht um Freiheit. Über die ländliche Kultur als Gegenstand öffentlicher Förderung und eine Kulturelle Bildung als Landschaftliche Bildung

Ländliche oder provinziell geprägte Räume erscheinen nicht erst seit dem Aufblühen des demografischen Diskurses (Beetz 2007) als mangelhaft, denn sie bieten weniger Möglichkeiten für Bildung, Karriere und Konsum. Der Beitrag vertritt die These, dass diese strukturell bedingten Merkmale im Zeitalter der Versorgungsgesellschaft positiv gewendet werden können: Als Chance auf Souveränität im individuellen und sozialen Lebenszusammenhang. Die Voraussetzung für diesen Perspektivwechsel müssen allerdings geschaffen werden, vor allem in Form einer entsprechend instrumentell gedachten öffentlichen Kulturförderung. Der Text basiert auf einer Auseinandersetzung mit dem Thema ländliche Kultur im Rahmen des Programms TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel, welches seit 2015 im Zuge einer Konzeption für das Oderbruch Museum Altranft im Sinn einer Werkstatt für ländliche Kultur geführt wird.