Themenfeld:

Praxisfeld

Rahmenbedingungen für Kulturelle Bildung wie z.B. Politik- und Förderkonzepte oder Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Qualifizierungs- und Berufsfelddiskurse, Reflexionen über Strukturen und Organisationsentwicklungsprozesse, Bedarfe spezifischer Gruppen von Adressat*innen sowie die Praxis Kultureller Bildung in Kontexten wie Schule, Freiwilligendiensten, sozialer Arbeit, politischer Jugendbildung u.v.m. sind Gegenstand der Fachartikel in diesem Themenfeld.

221 Beiträge im Themenfeld

Von Burkhard Hill (2013 / 2012)

Kulturelle Bildung in der Sozialen Arbeit

Die Soziale Arbeit tritt in einer Vielzahl von Fällen als Träger von Kultureller Bildung auf. Aufgrund ihrer spezifischen Zielsetzung ist allerdings immer ein Bezug zu Erziehungsaufgaben oder zu der Bewältigung von sozialen Problemen gegeben, der sich nicht immer widerspruchsfrei zum Eigensinn der Künste oder zu einem gängigen Verständnis von (Hoch-)Kultur verhält. In diesem Spannungsfeld hat sich eine vielfältige Praxis Kultureller Bildung im Rahmen der Sozialen Arbeit etabliert.

Von Wolfgang Mack (2013 / 2012)

Kulturelle Bildung in lokalen Bildungslandschaften

Bildungslandschaften eröffnen Perspektiven für Kulturelle Bildung, damit sind allerdings auch Herausforderungen verbunden. Diese Herausforderungen gehen weit über Fragen der Organisation von Bildungsangeboten im lokalen oder kommunalen Raum und des Aufbaus und der Gestaltung von Kooperationen im Bildungsbereich hinaus. Mit dem Konzept Bildungs­landschaften werden auch Fragen nach dem Selbstverständnis Kultureller Bildung und der Thematisierung sozialer Ungleichheit und ihren sozialräumlichen Folgen durch Kulturelle Bildung aufgeworfen.

Von Brigitte Schorn (2013 / 2012)

Kulturelle Bildung in kommunalen Gesamtkonzepten

Der entscheidende Ort für eine gelingende Kulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen ist die Kommune. Als ressortübergreifende Querschnittsaufgabe ist sie in den kommunalen Handlungsfeldern Jugend, Bildung, Schule und Kultur verortet. Aufgrund der Vielzahl von Akteuren und Strukturen und der kommunal sehr unterschiedlichen Absichten der einzelnen Ressorts, was Kulturelle Bildung ist und bewirken soll, verlaufen Aktivitäten und Prozesse häufig unkoordiniert, punktuell und ohne langfristige Perspektive.

Von Tom Braun (2013 / 2012)

Kulturelle Schulentwicklung

Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf vollen Zugang zum kulturellen Leben sowie auf eigene künstlerische und kulturelle Betätigung. Dies ist ein in § 31 der UN­-Kinderrechtskon­vention verbrieftes Recht (Bundeszentrale 2004:178). Da Schule alle Jugendlichen und Kinder erreicht, kann sie als der zentrale gesellschaftliche Ort verstanden werden, um die Forderung der UN­-Kinderrechtskonvention nach kultureller Teilhabe umzusetzen. Aktuell geraten die Schulen darüber hinaus zunehmend unter Druck, eine weitaus flexiblere individuelle Förderung der Kinder und Jugendlichen zu ermöglichen als bisher.

Von Viola Kelb (2013 / 2012)

Kulturelle Bildung und Schule

„Bildung ist mehr als Schule!“ Der seit 2002 vielzitierte Slogan der „Leipziger Thesen“ (Bun­desjugendkuratorium u.a. 2002) sollte bis heute, in Zeiten von Ganztagsschulen und lokalen Bildungslandschaften, allgemeiner Konsens sein. Seither existieren zahlreiche Positionierun­gen, die eine Stärkung der Kulturellen Bildung an Schulen fordern: Die „Unesco-Road Map zur Kulturellen Bildung“ (2006b), die Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ des Deutschen Bundestages (2007b) und die „Aachener Erklärung“ des Deutschen Städtetags (2007) sind nur einige Beispiele.

Von Helga Theunert (2013 / 2012)

Die konvergente Medienwelt – Veränderter Rahmen für den Mediengebrauch

Der Kinofilm „Spider-Man“, der 2002 zum Kassenhit wurde, basiert auf einem Comic von 1962. Zu diesem Comic wurden ab Ende der 1960er Jahre zahlreiche Animationsserien produziert, die weltweit und teilweise sehr erfolgreich vermarktet wurden, so z.B. Mitte der 1990er Jahre die Serie „New Spider-Man“. Ende der 1970er Jahre kam eine Realfilmserie hinzu, die in Form ausgekoppelter Folgen auch fürs Kino zweitverwertet wurde, allerdings ohne großen Erfolg.

Von Eckhard Mittelstädt (2013 / 2012)

Formen und Formate Freier Darstellender Künste

Im Folgenden soll es um die Praxis der Freien Darstellenden Künste in Deutschland gehen. Der Begriff Freie Darstellende Künste setzt sich in den vergangenen Jahren zunehmend gegenüber dem älteren Begriff des Freien Theaters durch, da sich hier die verschiedenen Formen der Bühnenkunst vereinen lassen: Neben dem Drama sind es zunehmend performative Forma­te, Tanz, Musiktheater, Figurentheater und die Verbindung verschiedener Genres, also das Cross-Over zwischen verschiedenen Medien und Genres.

Von Rolf Bolwin (2013 / 2012)

Theater als Ort Kultureller Bildung

Bei der Bildungsdebatte in Deutschland dominieren seit Jahren Gesichtspunkte der Erzeugung unmittelbar verwertbaren Wissens und entsprechender Kompetenzen, deren Nützlichkeit außer Zweifel steht. Demgegenüber werden häufig die Bildungsprozesse marginalisiert, in denen es um die Kunst, um Theater, Literatur, Musik und Bildende Kunst geht. Das gilt immer noch als Luxus, wünschenswert, aber nicht unbedingt notwendig zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Standortes Deutschland.

Von Hildegard Bockhorst, Nina Selig (2013 / 2012)

Zivilgesellschaftliche Organisationen der Kulturellen Bildung in Deutschland

Kulturelle Bildung in Deutschland „lebt“ durch die Vielfalt ihrer Trägerlandschaft und den Facettenreichtum ihrer Erscheinungsformen, Orte und Strukturen: formal, non­-formal und informell, produktiv wie auch rezeptiv. Wollte man alle Leistungserbringer Kultureller Bildung systematisch erfassen, müsste man mit einem Beschreibungsraster arbeiten, welches zum einen die föderalen Ebenen (Kommunen, Länder, Bund, EU, Internationales) in ihrem Tun unterscheidet, welches zum anderen die Erfassung von Angeboten und Strukturen differenziert nach den drei Sektoren Markt, Staat bzw.

Von Gerald Mertens (2013 / 2012)

Konzerthäuser und Orchester als Orte Kultureller Bildung

Die Diskussion zur Bedeutung der Kulturellen Bildung hat innerhalb weniger Jahre eine be­achtliche Breite und Nachhaltigkeit gewonnen, die alle Kulturbereiche und ­-institutionen in Deutschland erfasst. Für die Konzerthäuser, Orchester und Rundfunkensembles muss aber zunächst ganz klar festgehalten werden, dass sie in erster Linie Kulturinstitutionen und keine Bildungseinrichtungen sind. Denn Bildung ist nicht ihr Kernauftrag.