Stichwort:

Museumspädagogik

19 Beiträge mit dem Stichwort

Von Fabian Hofmann (2016)

Vermitteln und aneignen lassen im Spiel der Differenzen. Pädagogische Kunstkommunikation in Schule und Museum

Was vor einem Kunstwerk passiert – beispielsweise bei einer Museumsführung oder weiter gefasst auch im Kunstunterricht – steht im Mittelpunkt dieser Untersuchung. Sie entwirft auf Grundlage empirischer Analyse und theoretischer Verortung ein Modell der „Pädagogischen Kunstkommunikation“ mit dem Fokus auf Vermittlung und auf Aneignung. Pädagogische Kunstkommunikation erweist sich dann als ein Zusammenspiel von Vermittlung und Aneignung, das sozial und performativ im Raum erfolgt und auf ästhetischen Erfahrungen aufbaut.

Von Marie Lorbeer (2015)

Kindermuseen – und Museumspädagogik

Die Kindermuseen im deutschsprachigen Raum heute finden sich in der Tradition der amerikanischen Kindermuseen, der neuen Kulturpolitik, der Soziokulturbewegung und der Kultur- und Museumspädagogik der nach-68er-Jahre. Diese Museumspädagogik mit dem Ziel „Museum für alle“, formulierte Ansprüche, die Sammlungen nicht nur einem vorgebildeten Publikum zugänglich zu machen. Um dies zu erreichen, waren neue pädagogisch-didaktische bzw. methodisch-organisatorische Prinzipien und Vorgehensweisen notwendig, speziell für Kinder und Familien (und insbesondere auch außerhalb von Schule): mit einer Akzentsetzung auf spielerisch, experimentell und interaktiv.

Von Susanne Karow (2015)

„Social Movement“ – Partizipative Arbeit an der Schnittstelle von Tanz und Museum

Partizipative Projekte, die in Kooperation von Museen und externen KünstlerInnen stattfinden, sind oftmals kompliziert in der Durchführung: gegensätzliche Ziele und unterschiedliche Vorgehensweisen, problematische Kommunikationsmuster und der Mangel an Zeit kennzeichnen häufig die Zusammenarbeit, so die kritische Einschätzung von Susanne Karow, verdeutlicht an dem Museumsprojekt ‚Social Movement – ein generationsübergreifendes Projekt mit Kölner Bürgerinnen und Bürgern’.

Von Esther Gajek (2014 / 2013)

Seniorenprogramme an Museen: Zur Konstruktion von Alter und der Herausforderung, ein überholtes Altersbild zu überwinden

Alt wird man gemacht – das zeigen museale Seniorenprogramme, die im Zuge des demographischen Wandels entstanden. Viele dieser regelmäßigen Vermittlungsangebote konstruieren durch Ansprache der Gruppe, Inhalte und Methoden ein überholtes Altersbild. Diesem steht eine Generation von neuen Alten gegenüber, die sich nicht mit Frontalführungen und Kaffeeklatsch zufrieden gibt, sondern Interaktion, Partizipation und Führungen auf Augenhöhe fordert. Hier gilt es, zwischen Fremdbild und Selbstbild zu vermitteln und neue Formate zu finden – zum Nutzen der Zielgruppe und für die Museen selbst.

Von Ivana Scharf, Dagmar Wunderlich (2014)

Museen und Outreach

In den vergangenen Jahren ist die Bedeutung von Outreach in dem Maße gestiegen, wie Museen erkannt haben, dass sie andere Methoden und Wege finden müssen, um ein diverseres Publikum anzusprechen und zu beteiligen. Um neue, bisher museumsferne Besucher zu erreichen, erfordert es eine aktive, zielgerichtete Ansprache der Bevölkerung mit neuen Formaten und Konzepten, die in einem strategischen Outreachansatz zum Ausdruck kommen. Mittlerweile ist Outreach in zahlreichen Museen weltweit etabliert. Es gibt Outreach-Manager, Outreach-Kuratoren und Outreach-Abteilungen.

Von Doris Lewalter, Annette Noschka-Roos (2013 / 2012)

Museum und formale Bildungsinstitutionen

Museen, bekannt in ihren Funktionen des Sammelns, Bewahrens, Forschens, Ausstellens und Vermittelns, sind mit ihren vielfältigen und heterogenen Sammlungen aus unterschiedlichen Gattungen ein idealer Ort der bildenden Begegnung, nicht zuletzt wegen der sinnlich-­ästhe­tischen Präsenz der Objekte aus der Menschheits­- und Naturgeschichte. Museumsbesuche zeichnen sich durch ihre Freiwilligkeit aus, die unter anderem auch in der selbstbestimmten Wahl von Zeit, Art und Ausrichtung der Besichtigung zum Ausdruck kommt.

Von Matthias Henkel (2013 / 2012)

Museen als Orte Kultureller Bildung

Innerhalb der letzten 350 Jahre, so legen die aufgeführten Zitate nahe, besteht weitgehend Einigkeit über das hohe Maß an Anschaulichkeit, das von Museumsexponaten ausgeht. Sukzessive entwickelt sich der Besucher von einem zu unterweisenden Betrachter zu einem in den Bildungsprozess integrierten Akteur. Der Besuch der Höhlen von Lascaux dürfte für die jungpaläologischen Zeitgenossen demnach – über die kultische Bedeutung hinaus – wohl als eine der frühesten kulturelle Erfahrungen mit Kunst interpretiert werden.

Von Matthias Hamann (2013 / 2012)

Orte und Organisationsformen von Museen

Im Zusammenhang Kultureller Bildung werden Museen oftmals als „Lernorte“ bezeichnet. Aber ist der Lernort Museum immer gleich? Oder sind es nicht vielmehr Orte unterschiedlicher Kategorie, abhängig von den Spezifika der jeweiligen Einrichtung? Und sind es überhaupt Lernorte? Ob „Museum“ und „Lernort“ synonym zu begreifen sind, ist durchaus anzweifelbar, denn der Museumsbegriff ist in Deutschland nicht geschützt.

Von Hannelore Kunz-Ott (2013 / 2012)

Museum und Kulturelle Bildung

Die Institution Museum hat sich im Laufe der Zeit ständig gewandelt: von der fürstlichen Wunderkammer, über den Musentempel, zur Bildungseinrichtung und schließlich zum Freizeit-­ und Erlebnisort. Gleichzeitig haben sich auch die Aufgaben wesentlich geändert. Seit einigen Jahren kommt der Besucherorientierung sowie dem Vermitteln und Bilden eine immer größer werdende Bedeutung zu, neben jenen Tätigkeiten, die vom Publikum selten wahrgenommen werden: dem Sammeln, Bewahren sowie dem Erforschen und Ausstellen der Objekte.